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Wächtersbach: Mit dem monatlichen Stammtisch am dritten Mittwoch, Karneval mit französischen Gästen am Wochenende und Heringsessen am Aschermittwoch so beginnt die zweite Monatshälfte Februar 2012 für den Verein der Freunde Châtillons. Am Ende des Monats steht dann der Beginn des Frühjahrssemesters der Französischkurse, die der Verein seit vielen Jahren seinen Mitgliedern anbietet. Zur Jahreshauptversammlung werden die Mitglieder am Freitag, den 9.3. um 20:00 Uhr in das Gasthaus „Zur Quelle“ in Aufenau geladen.

Mit Elan beginnt der Verein der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach e.V. auch das Jahr 2012. Nachdem im Januar schon ein erster Stammtisch des Vereins abgehalten wurde, geht es im Februar in die Vollen. Wenn Mitglieder, Freunde und Interessierte zum nächsten Stammtisch, am Mittwoch, den 15. Februar, um 20:00 Uhr ins Vereinsheim, ins Alte Rathaus nach Aufenau kommen, werden die unmittelbar bevorstehenden Ereignisse sicher ein Thema sein, das dort diskutiert wird.

Schon Ende kommender Woche, am Samstag, dem 18. Februar gegen 14:00 Uhr kommt Besuch aus dem Verschwisterungsgebiet. Es sind die französischen Fans des Wächtersbacher Karnevals, die auch dieses Jahr zahlreich mit einem Bus anreisen werden. Die Teilnahme am Karnevalsumzug, in phantasievollen Kostümen und viel guter Laune, ist für sie ebenso eine Selbstverständlichkeit, wie das fröhliche gemeinsame feiern im Kulturkeller jeweils am Samstag, 18. und Sonntag, 19. Februar abends. Am Montagmorgen, dem 20.2., werden dann die traditionellen Gastgeschenke im Kindergarten verteilt; dieses Mal in der Châtilloner Straße. Noch eine letzte gemeinsame Stärkung im Kulturkeller für Gastgeber und Gäste, ein letztes Schwätzchen auf Französisch und Deutsch, dann wird die Stippvisite aus Frankreich auch schon wieder zu Ende sein.

Schon zwei Tage später, am Mittwoch, den 22.2. laden die Freunde Châtillons ins Kulturhaus in Aufenau zum traditionellen Heringsessen ein. Das ist die Gelegenheit, bei der in Ruhe über die vergangenen, eher turbulenten Tage nachzudenken und Weiteres zu planen ist.

Auch in diesem Jahr bietet der Verein der Freunde Châtillons seinen Mitgliedern wieder Französischkurse in drei Leistungsstufen an. Das Frühlingssemester wird am Montag, dem 26. Februar abends mit dem Fortgeschrittenenkurs II eröffnet, am Dienstag, dem 27. Februar folgen die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene I. Diese praxisorientierten Kurse, in geselliger und kameradschaftlicher Atmosphäre durchgeführt, erfreuen sich bereits seit 8 Jahren ungebrochener Beliebtheit bei den Mitgliedern. Interessierte melden sich bei Fr. M. Leschinger, Tel.:06053-2935.

Zur Jahreshauptversammlung lädt der Verein seine Mitglieder am Freitag, den 9.3. um 20:00 Uhr in das Gasthaus „Zur Quelle“ in Aufenau.

Die Tagesordnung lautet:

  1. Begrüßung
  2. Bericht des Vorstandes
  3. Bericht des Kassierers
  4. Bericht des Kassenprüfers
  5. Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2011
  6. Verschiedenes.

Weitere Anträge zur Tagesordnung können bei der Präsidentin, Marianne Leschinger spätestens bis zum Freitag, den 2. März 2012 schriftlich eingereicht werden. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Der Vorstand freut sich auf zahlreiche Teilnahme.

 Maru Freund

Wächtersbach: Am Freitag, dem 16. November feierten die Freunde Châtillons im Kulturhaus ihren „Französischen Abend“. Dieses alljährlich stattfinde Fest war die vorletzte große Veranstaltung des Vereins im Jahre 2011. Im Dezember folgt noch der Jahresausflug der Französisch-Sprachkurse nach Vienne, Lyon und in die Partnerorte Châtillon, Vonnas und Baneins.

Loic präsentiert Vorspeise-Es war kein Abend wie jeder Abend und auch nicht wie im vorigen Jahr. Wenn die Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach ihr Jahresfest, den Französischen Abend feiern, ist es immer etwas Einmaliges. Die Konstante ist aber stets: Man trifft sich mit Freunden zu einem guten Essen, in einem festlichen Rahmen. Damit ist schon fast alles gesagt, … und doch …

Wochen vorher lief die Planung des Abends schon auf vollen Touren: Das Menü, der Koch, die Helfer, der Saal, die Unterhaltung, es gibt vieles zu bedenken und vorzubereiten.

Dann kam Freitag, der 16. November. Der große Saal des Kulturhauses in Aufenau bietet den äußeren Rahmen; festlich geschmückt wird er erst am Morgen des Festes, damit alles schön frisch ist, hier hat man schon 9 Jahre Erfahrung. Auch beim Koch, es war wieder Loïc Chartier, der Küchenzauberer seit langer Zeit, da weiß man, was man hat. Zum Zaubern braucht man bekanntlich auch tüchtige und eingeweihte Helfer. Auch dies klappte, dank des persönlichen Einsatzes und der Erfahrung aller Beteiligten hervorragend. Nun bleibt noch über das Wichtigste zu berichten – die Speisenfolge! Und hier lohnt es sich ein wenig zu verweilen.

Mit einem Aperitif nach Wahl wurden die Gäste empfangen. Im Saal, ganz in Kerzenlicht getaucht, erwartete man, an den geschmückten Tischen die Vorspeise: Der Lachstatar auf Crème fraîche traf den Geschmack des Publikums und machte Lust auf mehr. Die Musik, dieses mal war es dezent und klassisch, sollte nur eine angenehme Grundstimmung in den Saal bringen, die die Unterhaltung nicht stört. Dazu wurden in den Pausen zwischen den Gängen auch Bilder aus dem Vereinsleben auf eine Leinwand projiziert. Dann kam als Zwischengang Feldsalat mit Frisée und leckerem Bergkäse. Frisch und würzig bereitete er den Gaumen schon auf den Hauptgang, der nicht lange auf sich warten ließ: Filet Mignon mit Ratatouille, Pilaf-Reis und Estragonsauce. Bei dem zarten, rosafarbenen Fleisch, der feinen, hervorragenden Sauce, dem bunten Gemüse und dem köstlichen Reis mit leichtem Biss konnte man dann gut verweilen. Der passende Wein, je nach Geschmack weiß oder rot, unterstrich und ergänzte in hervorragender Weise den Eigennote der Speisen.

Die Unterhaltung an den Tischen wird eine klein Stufe lauter, man nähert sich dem Nachtisch: Eine Dreiersymphonie von Mousses. Sie scheint an diesem Abend der Renner, in der Gunst der Gäste zu sein. Und das nicht nur bei den „Leckermäulchen“.

Von dem berühmte Gourmet Brillat-Savarin stammt der Ausspruch: „Ein Menü ohne Käse ist wie eine einäugige Schöne“. So folgte bei den Freunden Châtillons natürlich noch eine Käseauswahl. Sie schloss dann auf würzige Art das gelungene und runde Menü ab. Der Koch, Loïc Chartier und das fleißige Küchenteam haben den folgenden Beifall der Gäste mehr als verdient.

Hört man nach einem solchen Fest die Bemerkung: „Der Französische Abend, der Freunde Châtillons, das ist für mich immer der würdige Beginn der Advents- und Weihnachtszeit“, dann ist jeder weitere Kommentar zu dem Ereignis überflüssig.

Maru Freund

Vienne, römisches TheaterWächtersbach/Châtillon: Einer Einladung aus Frankreich folgend, besuchten die Freunde Châtillons die Partnerregion und das Lichterfest in Lyon. Zuvor aber legten sie einen Umweg über Vienne ein. Diese sehr alte, gallorömische Stadt an der Rhone, mit ihren reichen Ausgrabungsschätzen und dem südlichen Charme und historischen Flair hat es vielen angetan. Überwältigt waren aber alle von der wieder erfahrenen Gastfreundschaft der Familien und des Verschwisterungskomitees in Châtillon, Vonnas und Baneins.

 

Ein Jahresausflug, jeweils im 4. Jahresquartal abgehalten, ist seit langem ein Festpunkt im Kalender des Vereins der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach. Er dient den Teilnehmern der Sprachkurse, die der Verein seinen Mitgliedern zwei Mal jährlich anbietet, als begehrter Praxistest. Darüber hinaus ist es aber auch die Möglichkeit, mit gezielten Abstechern von der Route ins Partnerschaftsgebiet, Frankreich mit Land und Leuten, ihren Gebräuchen und Gewohnheiten Stück für Stück kennen zu lernen.

In diesem Jahr war Vienne, eine kleine aber sehr alte, keltische Stadt südlich von Lyon, der erste Anlaufpunkt der Reise. Noch ehe die Römer kamen war hier schon eine gallische Stammeshauptstadt.

Sie hinterließ deutliche Spuren. Die liebliche Lage, zwischen Hügeln und der Rhone eingebettet, machte den Platz später auch für die Römer sehr attraktiv. Theater, Tempel, Forum und ausgedehnte Villen der damaligen Oberschicht, mit ihren bilderreichen Mosaik-Böden konnten die Wächtersbacher bei einer Stadtführung und im Ausgrabungsmuseum bewundern. Aber auch erste Kostproben aus der reichen französischen Küche wurden bei einem gemeinsamen Abendessen und am nächsten Mittag genommen.

Im Partnerschaftsgebiet wurden die Reisenden herzlich von den Gastgebern empfangen. Ein kleiner Imbiss und Umtrunk begleitet von Gitarren- und Drehleiermusik in einer ehemaligen Kirche, war ein stimmungsvoller Einstieg. Dann in den Gastgeberfamilien, die sich zu zweit und zu dritt zusammengefunden haben, wurden mit den Angekommenen ausgedehnte 5- und mehr-gängige Menüs zelebriert. Die familiäre Atmosphäre und die dazu angebotenen Getränke werden sicherlich im notwendigen Maße die Zungen für muntere Gespräche – auf Französisch – gelöst haben. Spät ist es für alle geworden an diesem Abend.

Am Samstag gab es dann einen Empfang in Châtillon mit Beteiligung des Bürgermeisters und des Stadtrates. Dabei übergaben die Gäste einen Scheck über 250,- €, eine Spende zugunsten von Telethon, womit Forschung gegen Erbkrankheiten bestritten wird. Châtillon ist in diesem Jahr Botschafter dieser Aktion. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im dortigen Kindergarten und einer unterhaltsamen Stadtführung, fuhr die ganze Gesellschaft, Gäste und Gastgeber gemeinsam mit 2 Bussen dem Lichtspektakel von Lyon entgegen. Das traditionelle, auf ein Jahrhunderte zurückliegendes Pestereignis zurückgeführte Fest will zu Fuß erlaufen werden. Vier Tage lang ziehen die Menschen durch die bunt und einfallsreich beleuchteten Straßen Lyons. Auf den größeren Plätzen konzentriert sich das Geschehen dann in professionell aufgemachten Laserschauen und Ähnlichem. Man spricht von einer Million Menschen, die jeden Abend die Lichterschau auf sich wirken lassen! Vom Hügel oben her blickt dabei immer die ebenfalls festlich beleuchtete Kirche Notre-Dame de Fourvière auf die Stadt herab.

Am Sonntag bietet der Töpfermarkt in Châtillon letzte Gelegenheit vor Ort noch einige Souvenirs oder Geschenke zu besorgen. Dann kommt die Zeit fürs Abschied nehmen und für das Dankschön für den herzlichen Empfang und die vorbildliche Gastfreundschaft in den Familien und bei der Stadt. Dabei denkt man auch voraus, an die anstehenden Gegenbesuche zum Karneval und zur Messe in Wächtersbach, aber auch schon an das 50jährige Jubiläum der Verschwisterung 2013 in Wächtersbach und 2014 in Châtillon.

 Maru Freund

Heinrich Heldmann mit französischen FreundenWächtersbach: Zwei Jahre vor dem 50. Jubiläum der von ihm begründeten Verschwisterung zwischen den Städten Wächtersbach und Châtillon sur Chalaronne ist der langjährige Bürgermeister Wächtersbachs, der Initiator und Motor der Partnerschaft von der Bühne getreten. Die Verständigung der ehemals verfeindeten Völker, der Deutschen und der Franzosen war ein Schwerpunkt der weit über die Gemeindegrenzen ausgreifenden Aktivitäten des ehemaligen Stadtoberhauptes.

 

Wann die Idee einer Städte-Partnerschaft über Ländergrenzen hinweg entstanden ist, wird sich wohl nicht mehr eindeutig klären lassen. Vielleicht haben Heinrich Heldmanns Kriegserlebnisse und die Kriegsgefangenschaft im Hintergrund Pate gestanden. Es fand sich mit Hannskarl Zedler auch noch ein kongenialer, engagierter und sprachkompetenter Partner, der mit einem Brief an den Rat der Europäischen Gemeinden, im Frühjahr 1962 die Rolle des „Brautwerbers“ übernahm. Mit der prompt erhaltenen Empfehlung von Europäischer Ebene bot Heldmann sofort seine Hand in Richtung Châtillon an. Er und Zedler scheinen den richtigen Ton im Brief nach Châtillon gefunden zu haben, denn die Reaktion war überaus positiv. Spontan entstanden gleich zwei Männerfreundschaften, die im Folgenden den Takt vorgaben. Es waren die zwischen den beiden Bürgermeistern Heinrich Heldmann und Raymond Sarbach sowie den Lehrern Hannskarl Zedler und Max Huguet.

Heinrich Heldmann verstand es meisterhaft, seine Wächtersbacher über die Vereine für das Projekt einer Städtepartnerschaft zu begeistern und sie „auf die Spur zu setzen“. Schon im folgenden Jahr, im Juli 1963 wurde sein Engagement für die Sache durch die feierliche Protokollierung eines Verschwisterungsvertrages in Wächtersbach belohnt. Das war aber nur der Anfang. In den Folgejahren entwickelte sich, stets von Heldmann gefördert und aufmerksam beobachtet, ein reger Partnerschaftstourismus: Regelmäßige, jährliche Schüleraustausche, Besuche von Radfahrerverein, Turnverein, Judokas, Fußballern, der Feuerwehr, Faschingsgruppen und anderen lösten sich ab. Gruppen von bis zu 350 Personen fanden bei feierlichen Anlässen auf beiden Seiten des Rheins familiäre Aufnahme. Die runden Jubiläen, 10, 20 und 25 Jahre lösten einander ebenso ab, wie die Bürgermeister Châtillons, Raymond Sarbach, Maurice Lagrange, Jean Decomble und Noël Ravassard, ihr deutscher Partner auf der politischen Bühne Heinrich Heldmann war immer dabei.

Auch nach Gründung des Vereins der Freunde Châtillons durch Matthias Scheuß, der für die notwendigen, alltäglichen Kontakte zur Partnergemeinde notwendig geworden war, erlahmte Heldmanns Eifer für das Projekt nicht. Es war eben seine Herzensangelegenheit. Bei der Pflege von Kontakten kam Heinrich Heldmann seine joviale und direkte Art des Umganges mit Menschen sehr entgegen und öffnete die Herzen seiner Gesprächspartner. Man hat ihn in Châtillon und auch in der zwischenzeitlich vergrößerten Partnerschaft mit Vonnas und Baneins nicht vergessen. Jetzt zu seiner Bestattung kam kurzfristig eine 3köpfige Delegation aus der Partnerregion, um Abschied zu nehmen von einem guten, alten Freund. Wir, die Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach sind Heinrich Heldmann zu großem Dank verpflichtet. Wir werden sein Erbe behutsam pflegen und in seinem Sinne fortentwickeln.

 

Maru Freund

 Unsere Praktikanten in BesançonWächtersbach: Auch in diesem Jahre haben die Freunde Châtillons wieder Praktikantenstellen in der Partnerregion Châtillon vermittelt. Zwei Jugendliche sind mit der Delegation des Vereins zur Frühjahrsmesse nach Frankreich mitgefahren. Der Verein hat für gute Unterbringung der jungen Leute in Familien gesorgt. Auch ein Praktikum im Rathaus von Châtillon wurde vermittelt und die Jugendlichen wurden vor Ort eingeführt.

Es ist ein Herzensanliegen des Vereins der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach, alle Arten von Kontakten mit der Partnerregion zu vermitteln. Vorberufliche, sprachliche Praktika, im besten Falle verbunden mit einem Einblick in berufliches Leben, stellen für junge Leute eine gute Ausgangsbasis für ihr weiteres Fortkommen dar. Mit Katharina begann im Jahr 2009 das erste durch den Verein vermittelte Praktikum bei der Stadt Châtillon. Es fand 2010 seine Fortsetzung und auch in diesem Jahr führte der Verein wieder Bewerber aus Wächtersbach mit gastfreundlichen Familien in Châtillon und dem Bürgermeister von Châtillon, Yves Clayette als Dienststellenleiter zusammen.

Die Fahrt einer Delegation des Vereins zur Frühjahrsmesse in Châtillon bot eine günstige Transfermöglichkeit für die jungen Leute. Für Sophie Krügel (15) fand sich eine Familie, bei der sie 4 Wochen lang privat unterkommt. Dort kann sie intensiv im häuslichen und außerhäuslichen Alltag ihre Sprachfertigkeiten verbessern. Ihre Gastgeber, das Ehepaar Darbon wird ihr sicherlich Einblick, auch in das politische und soziale Leben in Châtillon geben können, da er Stadtrat und sie Mitglied des Verschwisterungskomitees ist.

Fabian Höll (16) ist der zweite Praktikant dieses Jahres. Ihm wurde – durch Vermittlung des Vereins- vom Châtilloner Bürgermeister Yves Clayette unbürokratisch, für zwei Wochen eine Praktikanten-Stelle im Rathaus angeboten. Fabian wird dort in der Praktikumszeit die verschiedenen Verwaltungsstellen und die Mediathek der Stadt durchlaufen. Dabei wird sich für ihn sicherlich ein großes Feld neuer Erfahrungen öffnen und das nicht nur in sprachlicher Hinsicht. Auch in seinem Falle ist die Unterkunft in Familien gesichert. Je eine Woche wird er beim Ehepaar Guy Foray/Evelyne Lousteau und bei Familie Eschbach wohnen. Auch diese Familien sind sowohl politisch, als auch bei der Verschwisterung engagiert.

Der ganz selbstverständlich durch die Stadt Châtillon erbrachte Mehraufwand durch die Praktikantenbetreuung ist sicherlich eine gute Investition in die Zukunft und die Völkerverständigung. Der Verein ist sehr dankbar für diese Einstellung der französischen Partner.

 

Maru Freund

 

Das Messeteam nach getaner Arbeit

Das Messeteam nach getaner Arbeit

 

Wächtersbach: Die Frühjahrs-Messe in Châtillon ist für die Freunde Châtillons jedes Jahr die erste Kontaktaufnahme mit der Partnerregion. Bei dieser Gelegenheit werden auch die traditionellen Geschenke der Stadt in Kindergarten und Schule überreicht. Die Reise war in allen Punkten ein voller Erfolg. Beeindruckt waren die deutschen Gäste wieder einmal von der großen Gastfreundschaft in Frankreich.

16 Personen machten sich schon zeitig morgens auf den Weg, denn die etwa 750 km von Wächtersbach bis zur Partnerstadt Châtillon sur Chalaronne wollen bewältigt sein. Jedes Jahr im Frühjahr steht der Besuch der Messe in Châtillon auf dem Plan. Ist Besançon erreicht, dann hat man schon eine Rast verdient. Und wie wäre es mit einer Stadt-Besichtigung? Die mächtige Befestigung der Stadt, vom Festungsbaumeister Vauban im 18. Jahrhundert errichtet, steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Die Reisegruppe genoss es und kam dennoch rechtzeitig in Châtillon an.

Ein kleiner Empfang auf der Place de la République, mit einem Umtrunk und Kuchen, das war schon ein guter Einstand. Danach kam aber das große Dankeschön der Radfahrer, die im Vorjahr Wächtersbach besuchten und hier entsprechend begrüßt worden waren. Jetzt revanchierten sie sich bei der deutschen Delegation im Centre Culturel der Stadt mit einem „apéritif dinatoir“, was soviel heißt wie ein Aperitif, zu dem Köstlichkeiten der Region (du terroir, wie es heißt) gereicht werden. Und selbstverständlich waren der Bürgermeister und der 1. Stadtrat von Châtillon dabei.

Am nächsten Tag war dann die offizielle, feierliche Eröffnung der Messe unter der schönen Markthalle von Châtillon. Auch hier fiel wieder die keineswegs selbstverständliche Zuwendung auf, die der deutschen Delegation entgegengebracht wurde. Auf ihrem Messerundgang war die Delegation mit den Bürgermeistern von Châtillon und Baneins, Yves Clayette und Christine Gonnu wie selbstverständlich auch beim Wächtersbacher Stand. Hier gab es ein reichhaltiges Angebot, das sehr regen Zuspruch bei den Messebesuchern fand: Bier und Bratwürste mit Sauerkraut, Biergläser, auch Bier in 6-Packs zum Mitnehmen, usw. Auch der Bürgermeister von Vonnas gab sich die Ehre eines Besuches am Stand. Abends gab es einen Empfang für die Delegation der Freunde Châtillons mit großem Essen für 58 Personen. Hierzu war auch 1. Stadtrat Weiher hinzugestoßen.

Der Sonntag war ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch, der die Menschen zu einem Messebesuch geradezu hindrängte. Und wie am Tage zuvor stellten sich wieder die zahlreichen Helfer des Comité de Jumelage am Wächtersbacher Stand ein, um den Ansturm der Besucher zu bewältigen. Der Erfolg konnte sich auch sehen lassen, denn alle mitgebrachten Waren wurden an den Mann und die Frau gebracht. Dabei war mit gut 300 Liter Bier und 400 Grillwürsten gut vorgesorgt worden. Nach zwei ausgefüllten bis turbulenten Tagen war ein ruhiger Abend bei den jeweiligen Gastgeberfamilien gerade das Richtige.

Der Montag ist nicht nur der Abreisetag der Gäste. Hier steht traditionell der Besuch in Kindergärten und Schulen auf dem Plan, um die Gastgeschenke der Stadt zu übergeben. Vonnas war dieses Mal ausgewählt worden, der Kindergarten und die öffentliche Grundschule. Besonders angetan und angerührt waren die Besucher von den Darbietungen der Kleinen. Als Tiere verkleidet mimten sie das Aufwachen und die entsprechenden Morgenrituale, wie sie von der Natur abgeschaut wurden. Auch „Bruder Jakob“ hatten die Kinder zur Freude der deutschen Gäste in Deutsch eingeübt. Als Geschenk erhielten sie etwas zur Abarbeitung des kindlichen Bewegungsdranges: Laufräder, Fahrräder und Metallstelzen. Auch hier war der 1. Stadtrat Weiher dabei, handelt es sich doch um Geschenke der Partnerstadt Wächtersbach, die zu überbringen sind. In der Grundschule wünschte man sich eine Aufrüstung mit Videotechnik, die dann in den mitgebrachten Teilen auch freudige Aufnahme fand.

Nach den Besuchen in Kindergarten und Grundschule gab es in Vonnas einen Empfang (vin d’honneur) in einem geschmackvoll restaurierten, alten Innenhof. Die Gäste kannten ihn von früheren Begegnungen, noch vor seiner wunderbaren Verwandlung. Es tut sich etwas in Vonnas. Mit dieser Beobachtung traten die Gäste nach dem Mittagessen im Collège die Rückreise an.    

 Maru Freund

 Wächtersbach: Die Freunde Châtillons gehen mit Elan ins Frühjahr 2011. Karneval mit französischen Freunden (5. und 6.3.), Verteilung von Gastgeschenken an Wächtersbacher Kindergärten (7.3.), der Beginn der Französischkurse (14. und 15.3.), das traditionelle Heringsessen (9.3.) und die Jahreshauptversammlung (25.3.), das sind die wichtigsten Daten für den Monat März. Ebenso wird auch auf die wiederkehrenden Veranstaltungen des Jahres hingewiesen und eingeladen: Das sind der Stammtisch jeweils am 3. Mittwoch im Monat und das Boules-Spiel am 1. Sonntag im Monat.

Gleich am Monatsanfang steht bei den Freunden von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach e.V. eine Großveranstaltung: Am Samstag, dem 5. März trifft eine Delegation von 55 Personen aus Frankreich ein, um am Wächtersbacher Karneval Teil zu nehmen. Die große Sympathie der Franzosen für den Wächtersbacher Fasching ist seit Jahren ungebrochen. Berichte in Châtillon, Vonnas und Baneins von den gelungenen Feiern im Kulturkeller jeweils am Faschingssamstag und dem Faschingsumzug mit Nachklang am Sonntag verfehlen ihre Wirkung nicht. Sicherlich werden es auch in diesem Jahr wieder zwei turbulente Tage werden. Danach, am Montag, noch vor der Rückreise, steht ein angenehmer Dienst im Programm der französischen Gäste: Gemeinsam mit den Freunden Châtillons werden in zwei Kindergärten traditionsgemäß Geschenke verteilt.

Am darauf folgenden Aschermittwoch, dem 9. März lädt der Verein dann zum Heringsessen im Kulturhaus Aufenau ein. Auch diese Veranstaltung ist mit der Zeit zu einer Tradition des Vereins geworden. Ebenfalls in das Kulturhaus Aufenau wird am Freitag, dem 25. März um 20:00 Uhr zur Jahreshauptversammlung der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach e.V. geladen. Die Tagesordnung lautet:

  1. Begrüßung
  2. Bericht des Vorstandes
  3. Bericht des Kassierers
  4. Bericht des Kassenprüfers
  5. Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2010
  6. Neuwahlen
  7. Verschiedenes.

 

Weitere Anträge zur Tagesordnung können bei der Präsidentin spätestens bis zum 18. März 2011 schriftlich eingereicht werden. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Der Vorstand freut sich auf zahlreiche Teilnahme.

Das ehrgeizige Projekt des Französischunterrichtes für Vereinsmitglieder wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Das Frühlingssemester 2011 beginnt am Montag, dem 14. bzw. Dienstag, dem 15. März. Anfänger und Fortgeschrittene erhalten die Möglichkeit, entsprechend ihren Vorkenntnissen einzusteigen und ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern.

Neben den genannten Veranstaltungen macht der Verein auch auf den Stammtisch aufmerksam, zu dem gern auch Gäste eingeladen sind. Er findet jeweils am 3. Mittwoch im Monat, das ganze Jahr hindurch statt. Auch das monatliche Boules-Spiel wird nach der Winterpause wieder aufgenommen. Jeweils am 1. Sonntag im Monat (im Juni ausnahmsweise am 2. Sonntag) um 16:30 Uhr treffen sich Freunde und Gäste am Boules-Platz im Schlosspark, zu einem entspannenden Spiel mit den glänzenden Stahlkugeln und dem „Schweinchen“.

Wächtersbach: Vom sonnigen Herbstwetter begünstigt, unternahmen die Freunde Châtillons ihren diesjährigen  Herbstausflug nach Frankreich. Reims und die Champagne waren das Ziel. Mit der Krönungsstadt der französischen Könige und dem Land des prickelnden Edelgetränkes Champagner war es eine gute Wahl. Der Weg führte aber auch an den berüchtigten Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges von Verdun vorbei. Und so gab es neben vielem Schönen und Interessanten auch nachdenkliche Momente auf dieser Reise.

 

Der Goldene Oktober stellte sich schon bei der Abfahrt in Wächtersbach ein und blieb den Reisenden vier Tage lang treu. Die Teilnehmer der Sprachkurse des Vereins der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach waren auf ihrer Jahresexkursion nach Frankreich. Nicht nur der schön klingenden französischen Sprache, sondern auch dem Land und seiner Kultur wollen die Sprachschüler mit den Fahrten näher treten. Burgund, Straßburg, Paris, Lothringen und das Beaujolais waren es in den vergangenen Jahren. Dieses Mal hat die Präsidentin, Marianne Leschinger, die Champagne auserkoren.

Die unendlich weiten Felder dieses Landstriches, auf denen einst, vor über 1500 Jahren, Attila mit seinen Hunnen bei einem seiner Beutezüge geschlagen und vertrieben wurde, hießen damals noch Katalaunische Felder. Heute gedeihen hier der gute Chardonnay und andere Trauben, aus denen der feinperlige Champagner gemacht wird. Zunächst aber, kurz vor Reims, noch ein Innehalten bei Verdun. Einer der Reiseteilnehmer, Volker Kirchner, war hier schon des Öfteren und hat die Geschichte der Schlacht studiert. Nun kann er bei Douaumont und den anderen Gedenkstätten um Verdun den Teilnehmern das damalige Geschehen erklären. Noch heute sieht man Laufgräben, Granatentrichter, ausgedehnte Wälder, auf den durch die Schlacht unfruchtbar gewordenen Flächen und unendlich ausgedehnte Gräberfelder. Wie schrecklich muss das Geschehen gewesen sein, wenn große Hügel um viele Meter niedriger geworden sind und die Sanierung der Schlachtfelder nach dem Kriege 11 Jahre beanspruchte?

Auch Reims, die Hauptstadt der Region, hat unter den Kämpfen sehr gelitten. Nun steht die Stadt wieder erneuert da und präsentiert sich königlich, etwa in ihrer Krönungskathedrale, aber als Universitätsstadt auch jung und lebendig. Hier werden die deutschen Reiseteilnehmer bereits von einer Delegation unserer Freunde aus Châtillon erwartet. Sie begleitete bis zum Sonntag die deutsche Reisegruppe. Gemeinsam genießt man zunächst den Aufenthalt in Reims. Es ist eine Stadt, die von allem etwas bietet: Die Unterkunft in einem etwas verträumten Hotel im Zentrum der Stadt, eine kompetente Stadtführung, ein ausgedehntes, typisch französisches Menü. Am nächsten Morgen fand ein Bummel durch die Stadt „auf eigene Faust“ statt. Zum Beispiel in die Carnegie-Bibliothek der Stadt in ihrem sehr sehenswerten Art-deco-Gebäude. Überraschend lebendig und schön sind immer wieder die Märkte unter einem großen Dach, wie man es von unserer Partnerstadt Châtillon her kennt. In der Nähe des Marktes findet sich auch eine ansprechende Gastronomie, wo die Städter nach getanem Einkauf in fröhlicher Runde, einen kleinen Champagner in der Oktobersonne genießen.

Épernay heißt das erste Ziel des nächsten Tages. Mit dem Besuch des Champagnerkellers von Mercier taucht man ein in die Gründungszeit der großen Kellereien im 19. Jahrhundert. Beeindruckend sind die tief unter der Erde gelegenen Lagerräume. Allein Mercier verfügt über einen Keller mit 18 km langen Gängen. Dann ist da aber auch eine Straße mit herrschaftlichen Villen der ehemaligen „Champagnerkönige“. Heute strahlen die Gebäude eine Wehmut vergangenen Glanzes aus. Der Tag klang mit einem Menü in Chalons-en-Champagne aus. Am nächsten Vormittag konnte dann die Stadt mit ihrer prächtigen Kathedrale und dem großen Park noch näher betrachte werden.

Schon vom Stadtrand her zeigte sich den Weiterreisenden die außerhalb, in ländlicher Umgebung liegende, kleine Basilika Notre Dame de l’Épine. Es ist ein bescheidenes, aber sehr schönes Zeugnis frühester Gotik in seinem Ursprungsland. Und weiter ging es zum nächsten Höhepunkt der Reise, der bei uns – zu Unrecht – kaum bekannten Stadt Troyes. Eine erfahrene Stadtführerin zeigte der Gruppe die verborgensten Winkel dieser alten Fachwerkstadt. Liebevoll werden dort die überwiegend aus der Renaissance stammenden Gebäude renoviert. Manchmal, in einer der engen Passage zwischen den Gebäuden, glaubten die Besucher sich in einem Traboul von Lyon zu befinden. Hier in Troyes war auch die richtige Kulisse, um mit den französischen Freunden einen letzten gemeinsamen Kaffee vor dem Abschied zu trinken – natürlich auf dem Hauptplatz vor dem Rathaus.

Die Rückfahrt führte zunächst auf kleineren Straßen durch den Nationalpark Fôret d’Orient. Große und kleinere Seen lagen an der Straße und auf den Feldern stolzierten Kraniche. Waren es nicht diejenigen, die man erst vor wenigen Tagen über Wächtersbach in Richtung Süd-West hinwegfliegen sah? Hier in der Seenplatte der Champagne stärkten sich die stolzen Vögel nochmals für ihren Weiterflug nach dem Süden.

Für die Reisegruppe aus Wächtersbach lag auf dem Rückweg nach Hause noch das Porzellanmuseum der Firma Villeroy und Boch in Mettlach. Hier lohnte ein Besuch des historischen Museumscafé. Es ist im Stil des berühmten Dresdner Milchladens aufwändig gestaltet und vom Boden bis zur Decke mit Fliesen dekoriert.

Maru Freund

 

 

Maru Freund

 

Gemütliche Stimmung im Saal

Gemütliche Stimmung im Saal

Wächtersbach: Die Freunde Châtillons feierten wieder ihren Französischen Abend. Es ist das Jahresfest für die Mitglieder des Vereins. Mit guter französischer Küche, entsprechendem Käse und Weinen wurde noch kurz vor Jahresende ein Stück Frankreich auf die Tische des Kulturhauses Aufenau gezaubert. Begleitet von schöner Live-Begleitmusik und Gesang genossen die Freunde den gemeinsamen Abend.

 

Am Freitag, dem 18. November war es wieder so weit, die Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach luden ihre Mitglieder zum „Französischen Abend“. Der Name ist Programm und nach 8 Jahren in Folge auch schon Tradition. Über 80 Teilnehmer, die meisten von ihnen sind zu Stammgästen geworden, sie wissen was sie hier in der Vorweihnachtszeit erwartet und freuen sich von einem zum nächsten Jahr auf diese Begegnung.

Da war der festlich geschmückte Saal. In diesem Jahr wurde das Kerzenlicht etwas mehr im Fokus gerückt, das von sich aus schon eine schöne und festliche Stimmung verbreitet. Im Vorfeld war aber einiges zu tun und an vieles zu denken. Die Präsidentin des Vereins, Marianne Leschinger und ihr Team waren schon viele Wochen vor dem Abend in Aktion, ehe es vor Ort losgehen konnte. Loïc Chartier, seit vielen Jahren schon der Chef de la cuisine für den Französischen Abend, hat auch in diesem Jahr wieder Herz und Gaumen der Gäste mit seinem Menü getroffen.

Und so liest sich die Speisenfolge: Nach dem Aperitif gab es einen leckeren, gemischten Vorspeisenteller. Hier erfreute insbesondere, aber nicht ausschließlich die ausgezeichnete Pastete. Ein Salatteller – als Zwischengang – bereitete den Hauptgang vor. Es gab Boeuf Bourgignon mit Petersilienkartoffeln. Wie in Frankreich üblich, endete das Menü aber noch nicht mit dem Nachtisch, einer Apfeltorte mit Vanilleeis. Getreu dem Motto des französischen Gourmets und Küchenzauberers Brillat-Savarin: „Ein Menü ohne Käse ist wie eine einäugige Schönheit“, setzte man auch bei den Freunden Châtillons noch eine reichhaltige Käseauswahl oben drauf. Erst mit dem obligaten Kaffee endete das Menü, nicht aber der Abend.

An dieser Stelle lohnt auch noch ein Blick auf das Ambiente der Veranstaltung. Ein sympathisches Untergrundrauschen vom Plaudern der Gäste erfüllte den Raum. Daneben gut hörbar, aber ganz unaufdringlich klang Klaviermusik. Der Chorleiter Dennis Korn spielte live und mit viel Einfühlungsvermögen für die Stimmung im Saal. Wie in der Vergangenheit, erfreute auch dieses Jahr wieder Karola Gärtner mit Gesangseinlagen. Auf dem Klavier begleitet und von ihrem Mann Günther Gärtner als Tonmeister „gestimmt“, trug sie französische und deutsche Lieder vor. Ebenso viel Applaus wie sie erntete schließlich auch Loïc Chartier und sein fleißiges Küchenteam. Schließlich wusste man, dass sie schon seit dem Mittag mit den Vorbereitungen des Menüs beschäftigt waren, dann im Saal während des Abends im Saal für einen vorbildlichen Service und gute Stimmung sorgten und auch noch lange nach dem Weggang der Gäste beschäftigt sein würden.

Der Französische Abend war die letzte große, gesellige Veranstaltung der Freunde Châtillons für das Jahr 2010. Es folgt noch am Mittwoch, dem 15. Dezember – wie an jedem 3. Mittwoch – der Stammtisch im Vereinsheim, dem Alten Rathaus in Aufenau. Danach gehen die Gedanken schon in Richtung Karneval, wenn wieder Gäste und Freunde aus Frankreich anreisen werden.

 Maru Freund

10-04-26-Marlene Jockel-6%Wächtersbach: Die Verschwisterung fängt an Früchte zu tragen, wenn Grenzen fallen. In diesem Sinne hat Marlene Jockel aus Birstein ein dreiwöchiges Praktikum in Vonnas, der verschwisterten Stadt von Wächtersbach absolviert. Es war der Verein der Freunde von Châtillon, Vonnas, Baneins in Wächtersbach, der den Praktikumsplatz vermittelt hatte.

 

Für Marlene Jockel war es nicht der erste Aufenthalt in der Verschwisterungsregion in Frankreich, als sie vom 26. März bis 16. April in Vonnas weilte. Schon als Schülerin der Friedrich-August-Genth-Schule war sie, im Rahmen des Austausches bei ihrer Austauschpartnerin Audrey Maison in Châtillon sur Chalaronne. Damals hat sie erste Eindrücke und Erfahrungen in einem fremden Land, bei einer fremden Familie gesammelt. Jetzt, bereits als Schülerin des Grimmelshausen-Gymnasiums, konnte sie das alles mit ganz anderen Augen betrachten und erleben. Für das Organisatorische im Vorfeld sorgten in Wächtersbach der Verein der Freunde Châtillons, vor Ort in Frankreich das dortige Verschwisterungskomitee mit dem Präsidenten Alain Givord und die Sekretärin des Bürgermeisters von Vonnas, Madame Balmot. Und Marlenes Arbeitsprogramm umfasste alles, was die Gemeinde Vonnas an Dienstleistungen für ihre Bürger zu bieten hat: Das Rathaus, die Bibliothek, das Museum, der Campingplatz, aber auch das Gymnasium und der Kindergarten.

Der Abschied nach drei Wochen fiel allen Seiten sehr schwer. Marlene hatte, während ihres Aufenthaltes neben vielen Bekanntschaften und Freundschaften im Praktikum gleich drei Gastfamilien kennen gelernt, die sie jeweils wie eine eigene Tochter aufgenommen haben. Ihnen allen galt es zum Schluss nochmals Dank dafür zu sagen.

Auch in der Lokalpresse hinterließ Marlene nachlesbare Spuren ihres Aufenthaltes. Voll des Lobes ist man über ihr Engagement im Praktikum und die guten Fortschritte in Französisch, die sie in so kurzer Zeit gemacht hat: „Sicher wird das für sie später einen Trumpf darstellen“, meint man in Vonnas.

Solch gute Botschafter unseres Landes würden die Freunde Châtillons gern wieder in die Partnerregion vermitteln.

 

Maru Freund

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